Wer ist wie gefährdet?
Es wurden bisher keine eindeutigen "Risikofaktoren von Körper, Seele und Geist" gefunden.
Jedoch scheinen inter- und intrapsychische Prozesse und Konstellationen in ihrer Summe eine gesteigerte
Suchtanfälligkeit zu fördern:
- Vorgelebte Süchte in Gesellschaft, Familie und Freundeskreis.
Hierzu gehören unter anderem das häufige Rauchen von Zigarretten, das starke Trinken von Alkoholika,
der massive Konsum von Medikamenten (z.B. Beruhigungs-, Schlaf-, Aufputsch und Schmerzmittel sowie
Appetitzügler), Computerabhängigkeit, häufiges Fernsehen und Musikhöeren, übertrieben
viel Ausdauer- und Extremsport, viel Zucker und Salz in der Nahrung, viel Naschen...
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Lange Weile, fehlende Orientierung an konstruktiven und helfenden Vorbildern und Idealen.
Gerade wenn Kinder und Jugendliche zu wenig Anregung und ernst gemeintes Interesse von Seiten ihrer
Lebensumwelt bekommen und sich die Erwachsenen mit "Wichtigerem" beschäftigen, suchen sich
Betroffenen Alternative Zeitvertreibe und Erlebnisquellen.
Gerade in diesem Bereich machen sich familiale Defizite bemerkbar, da die Familie scheinbar weniger in der Lage ist,
die heute auftretenden Prtobleme und Anforderungen des Alltages abzufangen und auszugleichen.
Wo Jugendarbeit aus angeblich wirtschaftlichen Gründen eingefrohren oder als scheinbar notwendiges Übel
von der Politik "ertragen" wird, da sehen sich Kinder und Jugendliche allein gelassen vor einer kaum
lösbaren Aufgabe: Konstruktive Vorbilder kreieren, sich selbst zur Orientierung werden und langer
Weile mit einem sinnerfüllten und gesellschaftlich akzeptierten Leben zu begegnen.
An genau dieser Stelle setzen dann auch rechtsradikale Gruppierungen an, wenn sie junge Menschen für etwas
begeistern, für das es sich weder zu leben, noch zu sterben lohnt.
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Fehlende Zukunftsperspektiven und Angst vor dem Nichts.
Es stehen immer weniger Arbeitsplätze zur Verfügung und die Chancen auf ein stabiles Einkommen und eine "gesicherte Zukunft"
sinken immer weiter. Das "Lernen fürs Leben" scheint immer mehr einem "Lernen für Leere" zu weichen.
Zwar werden die Menschen als finanzstarke Wirtschaftsfaktor betrachtet, die mit Konsumgütern aller Art bedient und aus der Reserve gelockt werden sollen.
Das Individuum selber aber scheinen weit ab vom Interesse der Gesellschaft ein Schattendasein zu fristen.
Gerade junge Menschen können dazu neigen, vor dieser düsteren und wenig hoffnungsvollen Situation zu neigen.
Unverarbeitete traumatische Erlebnisse in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter.
Sehnsucht nach spiritueller Fülle und Sinngebung in einer scheinbar kalten, seelenlosen Welt.